Schlemmen hoch oben – Felix im Lebendigen Haus

Das Felix ist das Herstück des Lebendigen Hauses am Postplatz. Es ist Lounge, Restaurant, Rezeption und Eventlocation zugleich. Wir haben es besucht.

Dachterrassen sind super. Man kann sich auf Ihnen Sonnen, von ihnen aus in die Ferne blicken, sich den Wind um die Nase wehen lassen und sich ganz reich fühlen. Deswegen habe ich mich auf den Besuch im Felix, das die Dachterrasse des Lebendigen Hauses einnimmt, besonders gefreut.

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Noch während Alex, der Tolle, die Kamera auspackt, zeige ich wie eine Wilde auf alles, was ich von hier aus erkennen kann und bezeichne es mit meiner unnatürlichen Quietschstimme, die sonst eigentlich nur beim Anblick von Hundewelpen ausgelöst wird: KUCK MAL ICH KANN MEIN HAAAUUUUUUS VON HIER SEHEN. Und natürlich die herrliche Altstadt. Und dass im Zwinger auch jetzt um 19 Uhr noch die Springbrunnen angeschaltet sind. Und dass sich das Pärchen dort unten im Sommergarten des Sophienkeller streitet.

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Ich lasse mich erst beruhigen, als die Kellnerin mir ein überdimensioniertes Glas Riesling vorsetzt und mich in die Karte schauen lässt. Die Abendsonne blinzelt auf unseren quietsch-pinken Tisch zwischen den kleinen Palmen und lässt mich das Vorspeisen-Menü lesen: Thunfisch, Butterfisch, Jacobsmuschel. Klingt fischig. Dabei ist das Felix gar kein ausgewiesenes Fisch-Restaurant, sondern Teil eines einzigartigen Sharing-Konzepts.

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Das Lebendige Haus ist ein sich stetig verändernder Mix aus Leben, Arbeiten und Genießen. Das Objekt beherrbergt Läden, Restaurants und Penthouses zur dauerhaften Miete. Auch Apartments für eintägige bis einjährige Aufenthalte, Büros und ein Tagungszentrum sind Teil der Hausgemeinschaft, die sich ständig verändert. Das Konzept fließt also, es gestaltet sich neu. Es lebt.

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Vermutlich ist auch die Karte im Felix so lebendig und unstet. Also wird es Fisch! Wir eröffnen den Abend mit gebeiztem Aromalachs mit gedickter Ziegenmilch und Brunnenkressesalat. Und noch bevor er aufgetischt wird, bringt uns der Service, der hier Fliege trägt, einen kleinen Gruß aus der Küche. Kürbis mit Ingwer und marinierter Rinderbrust. Dazu frisches Brot, aufgeschlagene Butter und Oliven-Creme. Lecker. Und wer sagt schon nein zu Amuse-Gueule.

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Das Felix trohnt aber nicht nur auf der Dachterrasse, sondern hat auch im Inneren einiges zu bieten. Die tafelfarbe-bepinselten Wände sind mit Zitaten und kleinen Zeichnungen verziert, Glühlampen verstecken sich in hängenden Teetassen. Die Räumlichkeiten sollen als Aufenthaltsmöglichkeit für Feriengäste, als Workspace, aber auch für Businessevents genutzt werden. Auch die Rezeption samt Concierge befindet sich hier. Das bedeutet natürlich eines: Gästedurchlauf. Viele Besucher kommen und gehen, die meisten Trinken nur etwas, viele sind Touristen. So ergibt sich im Felix in der Tat eher eine Lounge- statt eine Restaurant-Atmosphäre.

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Dann kommen unsere Hauptgänge: Knurrhahnfilet auf Bohnen-Lauch-Ragout mit Tomaten-Muschel-Fond und Kalb mit gebratenem Pak Choi. Das Essen ist hervorragend. Der Fisch ist fein-buttrig, der Fond wunderbar zurückhaltend-aromatisch. Das Kalb ist en point, der Pak Choi leicht mit Zitronengras aromatisiert. Himmlisch. Wir lassen es uns schmecken.

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Anschließend können wir bei einem weiteren Glas Wein den Sonnenuntergang über dem Staatsschauspiel beobachten. Diese Aussicht ist schon echt der Knüller. Tagsüber sprießen hier die Sommersprossen, am Abend wird’s richtig urlaub-ig. Sobald die Sonne untergeht, erleuchtet die zentrale Bar die Dachterrasse und man vergisst fast, dass man sich direkt am Postplatz befindet.

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Zu sagen bleibt: Das Felix ist wuselig. Und so soll es sein. Günstig isst man hier nicht. Auch die Portionen sind den Dresdnern eventuell ein wenig zu knapp. Im Gegenzug bekommt man: Einen super Service, Stoffservietten, eine wunderbar ausgefallene Karte mit gutem Wein, tolles Essen und ein einmaliges Ambiente.

Felix, Das Lebendige Haus, Kleine Brüdergasse 1-5, 01067 Dresden, rund um die Uhr geöffnet.

 

Fotos: Alexander Peitz

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