Semperoper OpenAir 2018 – Unsere Highlights

Semperopernball 2018 – wir waren dabei! Wie immer! Und wie immer natürlich nicht drinnen bei den Reichen und Schönen (das übernimmt der Kollege Limmert für mich), sondern draußen auf dem Platz bei den nicht ganz so Reichen, aber dafür besonders Schönen. Genau, wie sich das gehört. Hier unsere Highlights.

Schornsteinfeger zum dran Rubbeln

„Der Ball bringt Glück“ war das Motto dieses 13. Semperopernballs. Weil die Macher und Macherinnen aber offensichtlich selbst nicht ausreichend von der glückbringenden Balleigenheit überzeugt waren, sorgten sie mittels Schornsteinfeger-Innung (unbedingt die Website checken, sie ist groß!) auf der Bühne sicherheitshalber für eine Extra-Portion Beglückung. Und natürlich machen Schornsteinfeger glücklich. Keine Berufsgruppe zaubert so zielsicher Lachen in Gesichter, wie die Leute in der schwarzen Klamotte. Man konnte auf dem Theaterplatz Zeugin davon werden, als die Innungsmitglieder durch die Massen liefen, kleine Glücksbringer verteilten, Selfies machten und sich drücken ließen. Und auch ich habe angefasst, gekuschelt und geknufft und habe jetzt Glück für den Rest des Winters!

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Menschen auf dem Theaterplatz

Nicht immer freut man sich über eine Menschenansammlung vor der Oper. Aber das Semperoper OpenAir, das ja freitags statt montags stattfindet und im Übrigen rein gar nichts mit einem Ball gemein hat, ist die gute Art der Versammlung auf dem Theaterplatz. Auch in diesem Jahr haben wir wieder hervorragende Menschen aller Altersklassen um uns herum gehabt und mit ihnen „Prosetscho“ geteilt. War die Stimmung anfangs noch schleppend, tüdelten sich die Dresdner und Dresdnerinnen auf dem Platz dann langsam aber sicher in Bestlaune. Mein Fototeam kam zeitweise kaum hinterher, die Fruchtsecco-Fläschchen fremder Frauen zu öffnen. Eine Freude, sage ich euch, und auch vorteilsbehaftet. Die, die vor einem stehen, kann man immer fragen, wer denn gerade über den Roten Teppich läuft. Hinter und neben einem stehen stets Leute, die wichtiges Insider-Wissen mit einem teilen, also wer gerade von wem geschieden wird und dergleichen. Und je später der Abend, umso spitzer die Kommentare zu den ganzen Promis, C-Promis und gar nicht Promis. Es ist ein Fest! Lieblingsdialog: „Hat die Ferres so eine Naturwelle?“ – „Nee, die hat nur mit Zöpfen geschlafen.“

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Promis, die man mag

In Dresden kommt vor dem (neugekrönten) König (Michael Kretschmer) immer noch der Kaiser. Und natürlich war der gassenhauer-produzierende Wunschdresdner Roland Kaiser zugegen und sah aus wie das blühende Leben, was die Herrschaften neben mir zu der bewundernden Erkenntnis bewog, das eine neue Lunge ja einiges bewirken könne. Natürlich war Stumphi da, sogar mit seiner hinreißenden Tochter („Die hat den aktuellen Helene Fischer-Hit geschrieben“, Info aus der Crowd). Florian Wess schob sich über den roten Stoff, genauso wie Lippi, die Goldfisch-Franzi (die sogar laudatierte), Motsi Mabuse, Miro Klose und natürlich Guido Maria Kretschmer, der nun nicht mehr der einzige wichtige Kretschmer in der Oper war und ganz nebenbei GEBOREN dafür ist, dieses Event zu moderieren. Die Prominenzdichte war also hoch, wenn auch ab der 3. Reihe vor der Absperrung nur noch auf Zehenspitzen zu sehen. Aber hey, einmal mit Roberto Blanko auf dem selben Platz stehen! Da hat man gelebt!

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Promis, die man nicht mag

Diese kleinen Lästereien am Rande machen jedes Society-Event besonders. Und selbst, wenn man die JUMP-Moderatoren beim Open Air ignoriert, fallen einem immer noch genügend anwesende „Menschen des öffentlichen Lebens“ ein, über die man eine kleine Spitze loswerden kann. Das schweißt einen auch direkt mit den noch unbekannten Besucherinnen und Besuchern des Draußen-Events zusammen, man knüpft Bünde für’s Leben, wenn man das gleiche It-Girl blöd findet. Dabei war es diesmal gar nicht so schlimm. Denn zunächst eine gute Nachricht: Ein Haufen unsympathischer C-Promis war GAR NICHT da. Natascha Ochsenknecht scheitert ja derzeit daran, sich im australischen Dschungel als Sympathieträgerin zu positionieren („Medienprofi“). Und so blieb uns in diesem Jahr erspart, eine weitere grelle, völlig überholte Lippenstiftfarbe aus der Ochsenknecht’schen Kosmetiklinie über den Roten Teppich schweben zu sehen. „Halleluja“ wollte man da sagen, aber dann lief schon DJ Happy Vibes über die edle Auslegware. Er trägt diese seltsame Schiebermütze einfach immer, auch zum Smoking. Man weiß nicht, ob es Mut oder einfach reiner Mangel an Selbstreflektion ist. Apropos Selbstreflektion, wo war eigentlich Wolle Förster? Ich wurde von gar keinem Strass-Jacket erschreckt. Und Max Giesinger sieht immerhin sehr gut aus, wenn er die Lippen unsynchron zum Playback bewegt.

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Der rote Teppich

Ich war auf dem Roten Teppich! Wir hatten Zeit für dieses Foto, bevor uns ein sichtlich erboster Sicherheitsmitarbeiter weggejagt hat. Sorry nochmal!

Das Feuerwerk

Eine überdimensionale 13 schwebte über der Szene. An ihrer Aufhängung baumelten Schornsteinfeger in unpraktischem Weiß, deren Aufgabe ich leider nicht erkannt habe. Und als das Feuerwerk losging, britzelte und funkelte die 13 natürlich und die Oper schillerte in allen Farben unter dem Lichte einer strahlenden und knallenden Pyrotechnik-Krone. Rischt’sch guddi. Nächstes Jahr alles gerne wieder!

 

Fotos: Alexander Peitz

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