Toll für Wein und Snacks – das Sankt Pauli im Hecht

Das Tagescafé und Restaurant Sankt Pauli am Königsbrückerplatz (Tannenstraße) überzeugt mit umwerfenden Eckkneipen-Charme. Wir haben es besucht.

Der wahre Gastro-Junky findet stets einen Anlass zur Völlerei. Nun hat es sich ergeben, dass der Papa von Alex, dem Tollen, seinen Besuch angekündigt hat. Und da muss man natürlich gemeinsam essen gehen 😉 Heute treibt’s uns ins Hechtviertel, gegenüber der St. Pauli-Ruine. Da befindet sich ein Tagescafé und Restaurant, dass sich den Namen des dreischiffigen Sommertheaters zur Inspiration genommen hat:  Das Sankt Pauli.

Gut, dass wir reserviert haben, das Sankt Pauli ist an diesem Mittwoch voll bis oben hin. Nicht nur draußen sind alle Plätze besetzt, auch im innern ist kein mehr Tisch frei. Die beiden Kellner sehen nach Schwerstarbeit aus und halten sich wacker, knapp, aber freundlich.

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Wir mutmaßen ein bisschen: Blau-weiße, kunstvoll gesetzte Fliesen an der Wand und ein altes Emaille-Schild lassen uns darauf spekulieren, dass sich in den Räumlichkeiten hier mal eine Fleischerei befunden hat. Weiß da jemand von euch genaueres?

Die beiden kleinen Gasträume sind muggelich-schummrig. Erdige Wände, dunkeles Holz und schwarz-bespannte Möbel machen das Sankt Pauli zu einer Kneipe, in der man vor allem in der kalten Jahreszeit toll zusammensitzen und schwatzen kann.

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A propos schwatzen: Alex‘ Papa hat natürlich spannende Neuigkeiten aus der Weinstadt Meißen mitgebracht. Also müssen wir fix in die Karte schauen und wählen, damit wir endlich die Köpfe zusammenstecken können.

Die Tages- und Abendgerichte werden im Sankt Pauli täglich neu zusammengestellt. Außerdem kann man aus einer kleinen Speisekarte zwischen internationalen Gerichten wie Montaditos, Borschtsch, Pelmeni oder würzigem Thai-Curry wählen. Und da ich schon auf den Rosé gelinst habe, der hier auf so vielen Tischen steht, entscheiden wir uns für ein paar bunt gemischt Montaditos zum Wein als Starter.

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Die gerösteten Brotscheiben mit Serrano, gegrillter Aubergine, Lachs, Ziegenkäse und Avocadocréme lassen das Herz eines jeden Schnittchenverliebten höher schlagen. Der perfekte Snack zum Wein, eine hinreißende Alternative zu den mancherorts lieblos zusammengewürfelten Käse-Oliven-Schalen. Wir schlemmen und hören zu, was es Neues von den sächsischen Winzern und der Genossenschaft gibt. Seit den jüngsten Skandalen, gibt es ja immer viel zu schnacken.

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Und weil der Wein so süffig ist und etwas zum „darin schwimmen“ braucht, wählen wir die auf dem Forellenhof Ermisch in der sächsischen Schweiz aufgewachsene, aber mittlerweile (sorry) gebackene Forelle von der Wochenkarte. Sie ist mit Orange, Fenchelsaat und Anis aromatisiert und kommt an einem Gurken-Joghurt-Dill-Salat. Außerdem gibt es Schweinebauch nach Sezchuan-Art und die koreanische Spezialität Kimchi aus Chinakohl an Glasnudeln, Blattsalat und gegrillter Hähnchenbrust.

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Die Portionen sind groß, das Essen solide. Das Kimchi ist herausfordernd scharf, aber das lieben wir. Die Forelle kommt als ein perfekt auf das heiße Sommerwetter abgestimmtes Gericht. Der Schweinebauch kann unsere Liebe leider nicht gewinnen.

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Eines ist klar: Die Hechtvierteler lieben das Sankt Pauli. Es ist gut besucht, auch an den Stehtischen draußen genießen die Leute strahlend ihr Feierabendgetränk. Die Tagesbar wartet mit einer wirklich interessanten Bierkarte auf, das Getränkeangebot ist auserwählt und zu jeder Tages- und Nachtzeit passend. Das Sankt Pauli hat einen umwerfenden Eck-Kneipen-Charme, dem man sich nur schwer entziehen kann. Da steckt man auch die ein oder andere Wartezeiten mit einem Augenzwinkern weg. Bei Wein und Snacks kann man hier mit Blick auf die Theaterruine St. Pauli laue Sommerabende herrlich genießen.

 

Fotos: Alexander Peitz

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