Jubelt! Es ist wieder Ostrale! – Internationale Kunstausstellung eröffnet

Letzten Freitag eröffnete die 11. Ostrale. Bis zum 1. Oktober könnt ihr dort das jährlich-herrliche Miteinander von Bau- und Kunstwerk genießen.

Ansturm auf die 11. Ostrale

Mit so vielen Besuchern hatten die Macher der Ostrale offensichtlich nicht gerechnet. Für nur etwa die Hälfte der Besucherinnen und Besucher reichte am vergangenen Freitag die Bestuhlung der schon in eine Lichtinstallation getauchten Messehalle 4. Und für mich gab es nur ein Glas Begrüßungssekt statt der blogger-üblichen Menge von mindestens zwei. Dann war der Anstoß-Sprudel ausgetrunken. Bis jeder drin war, der rein wollte, hatte man sich schon eine gehörige Verspätung eingehandelt und so gab es erst gegen 18:30 Uhr den Startschuss für die Eröffnung der 11. Ostrale, der Biennale für zeitgenössische Kunst in Dresden.

Seit 2007 gibt es die OSTRALE hier. Seitdem präsentieren Ausstellung und Festival die Positionen vieler Künstler aus aller Welt – von Malerei und Grafik, über Fotografie, Plastik und Performance, bis hin zu Licht- und Videoinstallation. Und davon konnte man sich auch dieses Jahr bereits zur Eröffnung eine Menge einverleiben. Noch bevor Thomas Früh vom  Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst die erste Rede des Abends halten durfte, ließ die soundlab inside artistgroup SARDH den Raum mit einer Klanginstallation erschallen. Dazu zeichneten Said Dorkins und Leonardo Luna aus Mexiko mit Licht breite Linien auf eine unsichtbare Leinwand um das Publikum herum, die dank  Langzeitaufnahme erst im Nachhinein sichtbar werden.

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Das erwartet euch auf der 11. Ostrale

Die 11. internationale Ausstellung für Gegenwartskunst steht in diesem Jahr unter dem Leitthema „re_form“ und widmet sich diesem auch umfassend. Von eigenen kommunalpolitischen Standpunkten bis hin zu den großen gesellschaftlichen Umbrüchen unserer Zeit will sie Heimat und Diskussionsraum für alles sein. Natürlich ist die Ostrale beliebt bei den kunstvernarrten Dresdnern und viel beachtet bei Künstlern und anreisendem Publikum. Kein Wunder, denn das Gelände des denkmalgeschützten Erlwein-Schlachthofs macht mächtig Eindruck. Man kann in die großen Ausstellungsräume im Obergeschoss eintauchen oder die kleinen ebenerdigen Atelier-ähnlichen Räume ausfindig machen und bis in die kleinsten Winkel entdecken. Der Hof vor den ehemaligen Futterställen ist dazu herrlich gestaltet, bebaut und bepflanzt – ein sommerliches Outdoor-Paradies zum Verweilen, Genießen und dem Nachsinnen dessen, was man zuvor betrachtet hat.

Bis zum 1. Oktober präsentiert sich die 11. Ostrale natürlich mit einem gewohnt fetten Programm. Jeden Freitag um 18 Uhr gibt es eine Performance von Derevo,  die Klasse Deggeller der Hochschule für Bildende Künste beteiligt sich mit „Outside the frame“, einer performativen Aktion zu „Special Dates“,  an der Bespielung der Anlage. In diesem Jahr ist die Ausstellung eine reine Einladungsausstellung. Die 164 eingeladenen Künstler aus 25 Nationen präsentieren insgesamt 1.118 Werke und Werkgruppen – es gibt also viel zu sehen. Bringt Zeit mit und ruht euch bei einem Lößnitzpils und einem Gemüse-Quiche aus, wenn eure Augen müde geworden sind. Frisch gestärkt könnt ihr dann die nächste Runde einläuten und euch an der drittgrößten zeitgenössischen Ausstellung in Deutschland erfreuen.

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Eine App „zeigt“ euch den Weg

Übrigens: Erstmals vermittelt die Ostrale auch Blinden und Sehbehinderten den Zugang zu Kunst. Dazu hat man mit der kostenlosen „AllSense“-App eigens einen Audio-Guide programmiert. Wie cool ist das denn?

 

OSTRALE Biennale für zeitgenössische Kunst, 11. internationale Ausstellung, 28.7. bis 1.10.2017
Zur Messe 9, 01067 Dresden

Eintritt: 15 €/ermäßigt 10 €
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag: 10 Uhr – 19 Uhr, Freitag bis Sonntag: 11 Uhr – 20 Uhr, 1 Stunde vor Schließung ist Kassenschluss!

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