Philipp und Yves: So’n Holzrohr in Pieschen

Zwei Jungs im Hochwassergebiet

„Versuch‘ mal das Rohr zu verbiegen“, grinst Philipp. Ich bin ja eigentlich urst (also wirklich urst!) stark und bekomme fast jedes Gurkenglas auf- aber das Holzrohr bewegt sich keinen Zentimeter. Philipp Strobel und Yves Mattern haben mit Ihren Gründungsprojekt Movento frisch ihre Werkstatt in Pieschen bezogen. Yves hat in Dresden Maschinenbau studiert und Philipp im kuscheligen Freiberg Fahrzeugbau. Jetzt wollen sie mit ihren Holzrohren von Dresden aus die Welt erobern. Ich klopfe drei mal auf Holz, viel Glück!

Was macht Movento?

Philipp: 3D geformte Holzrohre für leichte Rahmen. Zum Beispiel Rollstühle, Kinderwägen oder Fahrräder. Wir arbeiten quasi im Holz-Hightechbereich und wollen Holz als Werkstoff für nachhaltigen Leichtbau mehr etablieren.

Was ist für euch gerade das Wichtigste im Leben?

Yves: Das die CNC-Fräse richtig läuft natürlich! (beide lachen) Aber im Ernst: Wir wünschen uns, dass unser Gründungsprojekt zeitig Früchte trägt und wir unsere ganze Energie auf die Projekte fokussieren können.

Welche Vorteile bringt euch Dresden für Euer Wirken?

Yves: Gute Anbindung und tolle Unterstützung des Leichtbauinstituts der Technischen Universität Dresden. Wir sind positiv angetan von der Offenheit und der Neugier von Menschen aus allen Richtungen.

Und wie geht’s nächstes Jahr mit Movento weiter?

Philipp: Ab Februar geht es hoffentlich mit dem Exist-Gründungsstipendium los. Dabei optimieren wir die Technologie hinsichtlich Skalierbarkeit. Außerdem hoffen wir auf erste Aufträge, wie etwa die Entwicklung eines Kinderwagens aus Holzrohren.

Yves_Mattern

Welcher Ort in Dresden macht Euch am glücklichsten?

Yves: Unsere Werkstatt in Pieschen, die sich in einem hochwassergefährdeten Abrissgebäude befindet, aber entsprechend günstig ist. Hier entsteht natürlich auch der größte Frust, wenn das Holz nicht so will wie wir.

Was nervt euch so richtig an Dresden?

Philipp: Mich nervt es am meisten mit dem Rennrad durch die Neustadt zu fahren.
Yves: Mich stört gar nichts, es ist nur soweit von allen anderen Städten in Deutschland entfernt.

Was ist euer ultimativer Ausgehtipp?

Yves: Für ein gutes Bier im Watzke oder Livemusik im Bluenote bin ich immer zu haben.
Philipp: Wenn der Kopf mal wieder voll ist, geht’s öfters zur Double Penetration (DnB + Dubstep) in den Club Puschkin.

Und wie ist es mit einem Restauranttipp?

Yves: Das Bello Mondo Imbiss am Alexander-Puschkin-Plat
Philipp: Das &Rausch in Pieschen ist ein kleiner Geheimtipp mit komplett hausgemachten Burger.

Philipp_Strobel

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