Mehr als Bla Bla: Sonderausstellung Sprache im Hygienemuseum

Die Dauerausstellung im Hygienemuseum ist ein Muss für jeden Dresdenbesucher, aber auch die Sonderausstellungen zum Beispiel zum Thema Sprache locken mich als Lokaler immer wieder hin. An diesem viel zu kalten und zugigen Sommertag zum Beispiel bin ich froh, ein Dach über dem Kopf zu haben. „Sprache“ beschäftigt sich mit diesen seltsamen Lauten, die wir mit unseren Mündern machen. Außerdem mit Gesten und den Kringeln, die wir auf tote Bäume aufbringen oder mit Blitzen in Silikon brutzeln.

Etwas schwer verständlich

Der erste Raum zeigt den Ursprung der Sprachen. Unter Kuppeln aus Bändern kommen verschiedene Experten zu Wort. Sie erzählen zum Beispiel über die Mythen, die sich um die Entstehung der Sprache ranken. Eine Zoologin berichtet, wie unterschiedliche Tiere sprechen. Raben zum Beispiel nehmen erste etwas in den Mund, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Dann fuchteln Sie mit ihren Krallen herum. Das mach ich ab sofort auch so. Die verschiedenen Stationen und die Gespräche der Besucher überlagern sich nur leider stark. Ich muss mich sehr konzentrieren, das Gesagte zu verstehen. Sehr toll finde ich hingegen, dass überall auf Monitoren in Gebärdensprache die Texte neu erzählt werden.

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Foto: Oliver Killig

Wieder viel gelernt

Trotz des holprigen Starts wird es besser. Ich lerne viel Neues. Zum Beispiel, dass Aborigines dem Begriff der Vergangenheit und Zukunft Himmelsrichtung zuordnen und kein Konzept von „Vorne“ und „Hinten“ haben. Alles ist immer bezogen auf die Himmelsrichtungen. Wie zum Beispiel „Mein nördlicher Fuss juckt“. Es gibt ein hunderte Jahres altes Buch, das mit mechanischen Tricks Tierlaute erzeugt. Außerdem wird die Macht der Sprache wird vorgestellt. Am Beispiel des dritten Reichs, der DDR und ganz aktuell am Beispiel des „Lügenpresse“-Begriffs. Außerdem wird das Original „Kreuzworträtselmord“-Heft ausgestellt. Dieses sehr bekannte Verbrechen der DDR-Zeit wurde mithilfe von Schriftanalyse aufgeklärt. Alles in allem kann ich die Ausstellung für einen verregneten Nachmittag wärmstens empfehlen.

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Foto: Oliver Killig


Sprache
Noch bis 20. August 2017
Deutsches Hygiene-Museum
Dienstag bis Sonntag,
Feiertage: 10 bis 18 Uhr

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