Kokkinisto statt Pegasus-Platte – Restaurant „Meet The Greek“

In der Weißen Gasse wird man immer satt. Wir haben uns diesmal das griechische Restaurant „Meet The Greek“ angeschaut…

Griechisch geht immer! Wenn Omi und Opi ins große Dresden kommen, um die Enkelkinderlein (mich und meinen Bruder) zu besuchen, dann gibt es auf jeden Fall Abendessen in einem griechischen Restaurant. Ja, ich gebe es zu: Ich fahr drauf ab. Die ganzen Gipsbüsten und Deko-Säulen, die übergroßen Aquarien, die Griechisch-Schnellkurs auf den Servietten, die völlig auswuchernden Grünpflanzen, viel zu große gemischte Grillplatten serviert mit Wunderkerzen und viiiiel Knoblauch – das alles ist das Erlebnis „Griechisches Restaurant in Deutschland“. Samstags gibt es extra Runden Ouzo und wenn das Personal gut drauf ist, wird Sirtaki getanzt (und mein Opa ist ein großartiger Sirtakitänzer). Wie toll ist das bitte? Hat zwar so viel mit Griechenland zu tun wie das Oktoberfest mit Deutschland, aber ok. Man hat eine super Zeit.

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All das ist „Meet The Greek“ in der Weißen Gasse 1 nicht. Das Restaurant, das sich der mediterranen Küche verschrieben hat gehört zum Widmann-Imperium und kann zunächst erstmal eins: Sich sehen lassen. Wir sind an einem trüben Mittwochabend zu Gast und der Laden ist voll bis unters Dach. Wie wunderbar dieses Restaurant eingerichtet ist! Historische Fotos vom griechischen Landleben, Holz, Ton, ein paar Shabby Chic-Möbel, unverputzte Wände. Es ist warm und duftig und lebendig. An der Küchendurchreiche liegt ein großer dampfender Laib Brot, der frisch aufgeschnitten wird. So wünscht man sich ein Restaurant.

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Kein Wunder, dass hier soviel Leute sind. Die Kellner haben alle Hände voll zu tun, wir haben also sehr sehr viel Zeit, die Karte zu studieren. „Meet The Greek“ hat eine Wochenkarte, ein Mittagsangebot und auch ein Weinspecial – und zwar lustigerweise Imiglykos. Der meist viel zu süße griechische Klassiker wird aber von uns links liegen gelassen für den ziemlich blumigen Hauswein: Cambas Blanc aus Peloponnes meint die Karte, die sonst nicht viel gemein hat mit dem Klischee eines Griechischen Restaurant-Menüs. Kein Akropolisteller, keine Pegasus-Platte, sondern Kokkinisto (Rinderragout), Mentagion Arnisia (Lammhüftmedaillons) und Moscharisio Sykoti (gegrillte Kalbsleber). Gäste kommen hier eher in den Genuss eines guten Stück Fleischs oder eines frischen Fisches. Geschmort oder auf dem Lavastein gegrillt, werden die Speisen angerichtet an frischem Salat, herrlichem Olivenöl und hausgemachtem Tzatziki. Einige grieschische Spezialitäten wie Mussaka, Bifteki und Gyros gibt es natürlich auch. Und ganz unten auf der Karte finden wir sie dann doch noch: Die gemixten Platten, eine Fischplatte, eine Fleischplatte.

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Und Asche auf unsere gebeutelten Foodaholic-Häupter, wir entscheiden uns für die gemischten Platten (wir können nicht anders). über die wir Und dann machen wir uns in gewohnter Manier gefährlich gabelschwingend darüber her. Die Fischplatte ist ein wenige Calamaris-lastig – gut also für Fans (ich bin keiner). Die Grillplatte ist gut, das Lamm rosa, der Schweinespieß zart. Aber! Ich finde ein Haar im Essen, was aus Barbarossas Bart persönlich stammen muss. Mäh!

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Danach gibt es auch noch Ouzo. Freude! Ich werfe mein Glas sofort um (was zur Hölle?). Nachdem ich sehr peinlich versucht habe, den Schnaps vom Tisch zu… trinken, bringt mir der Kellner ohne Umschweife zwei neue volle Gläser! Damit hat er für immer mein Herz gewonnen (ich bin einfach gestrickt) und das Haar ist vergessen.

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Fazit: Ein wunderschöner Laden, an dem man sich schwer sattsehen kann. Tolles Ambiente, frische Zutaten, ausgewählte Gerichte und ein Lavagrill! Das Essen ist gut (nicht überwältigend). Der Service ist zuvorkommend und liebreizend (aufgrund der Fülle des Restaurants aber zu selten am Tisch). Fleisch- und Fischfans, die sich nicht scheuen, auch 5 oder 7 Euro mehr für einen Restaurantbesuch in die Hand zu nehmen, dürfen sich auf einen guten Abend freuen. Aber: Unbedingt vorher reservieren!

Meet The Greek
Weiße Gasse 1, 01067 Dresden

täglich ab 11 Uhr

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Fotos: Alexander Peitz

Nichts mit Teller Akropolis oder Pegasus-Platte.

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