Kaffeeklappe – Heute lecker Kaffee aus Uganda

Willkommen in der Kaffeeklappe

Kaffee war in meinem Leben eigentlich nie wichtig. Bis in meine 20er hab ich ein leckeres Glas Milch zum Frühstück getrunken. Jetzt schleife ich mich wie ein Zombie zur Arbeit und bin erst nach einer riesigen Tasse schwarzem Gold ansprechbar. Ich habe mir für heute vorgenommen, keinen Kaffee zu trinken bis ich den Laden betrete. Es war daher ein sehr unproduktiver Tag und ich schleppe mich mit letzter Kraft zur Kaffeeklappe. Der Name rührt übrigens daher, dass der Besitzer Marcus Berliner ist und daher laut eigener Aussage eine große Klappe hat.

Kaffee in Kaffee mit Kaffee

Marcus sitzt vor dem Laden neben seiner Schaufensterpuppe. Er lässt sich die Nachmittagssonne ins Gesicht scheinen: „Außenwerbung kommt noch“, meint er. Der Laden selbst ist gemütlich. Upgecycletes und altes Mobiliar laden zum Verweilen ein. In den Holzkistenregalen warten Kaffeepakete auf müde Kunden. Marcus macht mir einen Milchkaffee. Bevor meine Lippen das braune Ambrosia berühren, fällt das Gefäß auf: Es ist eine Kaffeetasse aus Kaffeesatz und einem Biokunststoff. Die Tasse fasst sich gut an und ist spülmaschinenfest. Ich habe jetzt Kaffee in den drei Zuständen fest, flüssig und gasförmig (als Geruch) vor mir. Fantastisch.

Kaffeklappe1

Plaudern aus dem Kaffeekästchen

Der Kaffee schmeckt ausgezeichnet, etwas kräftiger als gewohnt aber nicht bitter. Marcus ist ein toller Gesprächspartner und ich lerne sehr viel. Über die österreichische und ungarische Kaffeekultur zum Beispiel. Oder was ihn von den den großen Kaffeeröstereien unterschiedet. Nämlich, dass er langsam und wenig röstet und die Großen viel und schnell. Ich erfahre, dass es seit dem 17. Jahrhundert eine Kaffeesteuer gibt und diese überraschend hoch ist. Allgemein ist es ein bisschen, wie mit einem Braumeister für Craft Bier zu reden. Es geht um Handwerk, ausprobieren, liebe zum Detail und Kreativität. Die selbstgerösteten Kaffees haben ihren Ursprung in der ganzen Welt: Vietnam, Äthiopien und Brasilien sind dabei. Ich entscheide mich für eine Röstung aus Uganda, die ein besonders schokoladiges Aroma hat. Außerdem nehme ich noch einen Cold Brew Kaffee auf die Hand. Diese kalt gebrühten Kaffees sind gerade der letzte Schrei, haben einen geringeren Säuregehalt und sind somit perfekt für heiße Sommertage. Ich empfehle die Kaffeeklappe auf jeden Fall für einen schnellen Kaffee oder um die heimischen Vorräte mit etwas Besonderem aufzufüllen. Außerdem tüftelt Marcus gerade an einem Kaffeelikör. Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringt.

Kaffeklappe
Böhmische Straße 3, 01099 Dresden

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