Klein, sympathisch, ausgefallen – Burgerbar „Grillkollektiv“ in der Kreuzstraße

In der Altstadt gibt es nicht nur den Hans im Glück und die Burgerei für Fans der gepflegten „Bulette in Schrippe“. In der altstädter Kreuzstraße drückt sich ein kleiner Burgerladen zwischen Rauschenbach und Mamma Mia. Das Grillkollektiv hat sich schmalthematisch auf Burger, Currywurst und Pommes eingerichtet. Reicht ja auch, wenn man’s richtig macht. Wir haben uns das mal angeschaut.

Grillkollektiv

Als Altstadtkind drück ich mich ständig in der Weißen Gasse, am Neumarkt oder in der Kreuzi rum. Und trotzdem: Irgendwie hatte ich das Grillkollektiv immer übersehen. Kein Wunder, denn der Laden ist mini. Aber wenn man ihn einmal entdeckt hat, wird es schwer, daran vorbei zu laufen, denn knuffig ist die Burgerbar in jedem Fall.

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Es gibt kleine Tresen, an denen man sitzen und durch die großen Fenster auf die Straße schauen kann, es gibt hohe Tische, an dem auch größere Freundeskreise Platz finden und es gibt ein quietschblaues Sofa auf einem Podest, auf dem man herrlich knutschen kann. An der Wand hängen große, gerahmte Comics, schräge Bilder und tolle Hundefiguren.

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Und was gibt´s zu essen?

Die Burger und die Currywurst gibt es im Menü mit Bier oder Limo. Praktisch! Die Pommes gibt es in fett, gemüsig oder süßkartoffelig. Nun muss man sich nur noch entscheiden, mit welchem Gericht man sich seine Figur versauen will. Der „Old Amsterdam“ z.B. ist ein Burger, der einen in den Veggie-Himmel schickt: Black Bun, Halloumi, Gorgonzola, Chili-Cheese-Sauce, Gran Biraghi, Pesto, Rucola und Grillgemüse (für das Gewissen) – kurzum: Mehr Kalorien als ich sonst in der Woche zu mir nehme. Aber scheiß drauf, wenn’s geil ist.

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Wir probieren die Currywurst mit Käse-Chili-Soße. Ich frag mich immer, ob das blasphemisch ist, denn wo ist eigentlich das „Curry“ an dieser Wurst? Dazu gibt’s einen recht klassischen Burger und einen mit „Pfiff“, ein saisonaler Pfifferlingsburger. Frittierte Gemüsesticks mit Wasabimayo (ein recht ambivalentes Geschmackserlebnis) runden unsere Völlerei ab. Und man muss sagen: Diese Sünde lohnt sich. Der Burger samt pfeffriger Pilze ist ein total ausgefallener Genuss, den ich direkt nochmal haben könnte. Die Wurst ist eine echte Roster mit Kümmel, die in der Kombi mit einer sehr guten Käsesoße einiges hermacht – vor allem, weil sie nicht herkömmlich ist. Zusätzliches Plus: Die vielen Soßen, die man sich nach Belieben auf seine Speisen tropfen kann.

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Das Grillkollektiv ist eine kleine Perle, die man schnell lieb gewinnen kann. Die Preise sind fair, der super-nette Kellner bringt einem das Futter an den Tisch und zu gucken gibt es eine Menge. Ein Seelentröster, in dem man sich an verregneten Sonntagen im doofen Herbst gesundkuscheln kann. Hingehen!

Grillkollektiv
Kreuzstrasse 3
01067 Dresden
Montags bis sonntags 12 bis 22 Uhr

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