Schön aromatisch, nicht zu süß: Glühwein selbstgemacht!

DAS Glühwein-Rezept für Tage, an denen man besser nicht rausgehen möchte…

An jeder Ecke gibt’s jetzt Glühwein. Wer es aber nicht ganz so süß mag, der hat es mitunter schwer, einen durchwärmenden Punsch zu finden, der ihm mundet. Also besser: Selbermachen! Bietet sich vor allem an Tagen an, an denen die nassmatschige Schneeregenpampe von oben, in Verbindung mit stürmischen Wind uns von einem romantisch verschneiten Winter Wonder Land nur träumen lässt. Ihr tut also gut daran, die Zutaten alle schon ein bisschen auf Vorrat zu Hause zu haben. Dann kann man sich auch mal ein ganzes Wochenende zwischen Küche und Kuschelsofa verschanzen und das Miesepeter-Wetter draußen lassen.

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Als erstes braucht ihr natürlich eine Flasche Wein, denn ohne Wein glüht es sich schlecht. Hier gilt es, blasphemisch zu sein und einen – im Gegenzug zum heimischen Sachsen-Rebsaft – minderwertigen Tropfen zu erstehen. Wir wollen ja keinen Aust oder Wackerbarth für 25 Tacken mit Zucker verhunzen und mit Hitze verballhornen. Nicht mit uns! Ein durchschnittlicher trockener Biowein für um die 5 Euro aus dem Supermarkt nebenan tut es in diesem Falle ausnahmsweise mal auch. Farbe: Nach Gutdünken, rosé ist allerdings derzeit mega hip.

Außerdem wird für den perfekten Glühwein benötigt:

Außerdem wird benötigt:

  • 10 Teelöffel brauner Zucker
  • 1 Bio-Apfelsine
  • 2 Sternanis
  • 1/2 Bio-Zitrone
  • 2 Nelken
  • 2 Zimtstangen
  • ein wenig Ingwer
  • einen Robert (oder etwaiges Äquivalent), der das Ganze am Ende mit euch trinkt

Dann verfahrt ihr wie folgt: Flasche auf und erstmal einen Schluck nehmen. Das ist wichtig, denn ihr wollt ja wissen, ob man den Wein auch sonst einigermaßen genießen kann. Denn auch ein günstiger Wein wird ab und an gebraucht, etwa wenn die Schwiegermutter zu Besuch kommt oder auf der WG-Feier wirklich kein anderer Alkohol mehr da ist.

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Dann geht es ans Eingemachte, es muss gearbeitet werden. Das Zitrus-Obst muss heiß abgespült und die Schale abgerieben werden. Den Abrieb nicht wegwerfen! Danach presst ihr die Orange und die halbe Zitrone aus und fangt den Saft auf. Der Ingwer wird geschält und in kleine Scheiben geschnitten.

Den Zucker löffelt ihr in einen Topf und lasst ihn auf mittlerer Stufe langsam schmelzen und ein wenig karamellisieren. Die ganze Klebepampe löscht ihr dann vorsichtig mit dem Obstsaft ab und nehmt das ganze kurz vom Herd. Denn wenn ihr den Wein nun hinzugebt, soll der nicht zu heiß werden. Er würde durch die hohen Temperaturen nur Alkohol verlieren und das kann nun wirklich niemand wollen.

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Und jetzt alles zusammen!

Also Wein, den Schalenabrieb und die üblichen Zutaten (außer den Robert) hinzugeben und auf mittlerer Hitze langsam auf 60 Grad erwärmen. Ihr habt kein Küchen-Thermometer? Kein Problem, denn es gibt den Fingertest! Wenn ihr euren Finger 3 Sekunden in die Flüssigkeit halten könnt, bevor der Schmerz einsetzt, ist die Temperatur richtig. Gut an der Finger-Variante ist, dass man den Finger danach ablecken kann.

Das Ganze lasst ihr dann circa 10 Minuten lang ziehen – eine Zeitspannen, die ihr z.B. dazu nutzen könnt, eine Serie auf Netflix rauszusuchen oder eure ollen Jogginghosen anzuziehen. Nach Ende der Ziehzeit den fertigen Glühwein in zwei Große Tassen füllen und in euch „nei foltern.“ Bei Bedarf wiederholen.

Prost!

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