Elegant und außergewöhnlich – Fast Food im Fettboy

Manchmal braucht man Essen für die Seele. Im neuen Fast Food-Bistro „Fettboy“ haben wir es dieses Woche gefunden.

Das neue Jahr kloppt mit Sturm und Temperaturen jenseits der -10 Grad auf uns ein und macht mir schlechte Laune. Also schnell etwas Spaßiges vornehmen, damit das besser wird. Und was gibt es passenderes an einem eisig-stürmischen Januar-Mittag als ein gutes Essen, um die frierende Seele zu wärmen? Gut, dass es seit knapp zwei Wochen an der Ecke Bautzner/Hoyerswerdaer Straße einen neuen Laden gibt, den „Fettboy“. Fett ist ja bekanntermaßen Geschmacksträger und deswegen zur gegenwärtigen Stimmung genau das Richtige. Also packe ich Alex, den Tollen, ein und schneie dort samt unzähliger Schneeflocken mal vorbei.

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Zugegeben: Als ich von der Fettboy-Eröffnung erfuhr, dachte ich nur „schon wieder ein Burgerladen in der Neustadt?“ Klar, das nordelbische Viertel ist mit Burgerläden und mit Dönerbistros mehr als bedient. Aber der Fettboy versteht sich gar nicht als Burgerladen, verrät uns der Koch am Flat Top Grill lachend. Ein Blick auf die noch eher provisorische Karte verrät uns, dass es neben den Burgern auch ein Tagesangebot (diemal provenzialische Gemüsesuppe, ein andermal Bohneneintopf) und Grilled Cheese-Sandwiches gibt. Yes! Die habe ich noch nirgends in der Neustadt gesehen. Für mich ein guter Snack zwischendurch, wer kann auf 1,60 m auch schon ständig Döner essen, wenn einen ein Hüngerchen überfällt?

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Dann fällt unser Blick auf eine weitere Spezialität des dicken Jungen: Okonomiyaki! Bei Speisen, die ich noch nie gehört habe, geschweige denn aussprechen kann, bin ich ja stets Feuer und Flamme. Wikipedia erklärt mir, dass es sich um einen japanischen Krautfladen handelt, der mit Tonkatsu-Soße, einer Art asiatische Worcestersauce, serviert wird. Natürlich muss das heute in unseren Bäuchen landen. Einen Burger gibt’s oben drauf, wir müssen ja schauen, ob der hier mit dem viertelüblichen Standard mithalten kann.

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Während wir warten, können wir entweder dem Koch bei seiner Arbeit zuschauen oder unsere Augen durch den außerordentlich geschmackvollen Laden schweifen lassen. Unverputzte Wände, dazwischen Schwarz, Weiß, Holz. Hier und da hängen ein paar Bilder, die Sitzmöbel sind schlicht und schön, maßgefertigt von der Dresdner Möbelmanufaktur Stahlbaum. Am besten gefallen mir die schwarzen Fließen, die sich Richtung Eingang kacheln, durch dessen große Glasfront man auf die belebte Bautzner blicken kann.

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Das Essen

Dann kommt das Essen geflogen: Ein formschöner Burger, zu dem wir das Brot aussuchen durften, und etwas, das einem Kartoffelpuffer ähnelt. Wir schlagen uns die Bäuche voll und ich muss sagen: Dieser Burger ist etwas wirklich Besonderes. Das Brioche ist ein klassischer Burger Bun, leicht süßlich, erfreulicherweise ohne Sesam. Das Fleisch, dass der Fettboy vom Fachfleischer During um die Ecke bezieht, ist perfekt gebraten, der Bacon ist wirklich mächtig, Salat und Zwiebeln sind frisch. Vor allem aber verfeinert ein Löffel hausgemachter Pflaumenmarmelade diesen Burger. Wie nebenbei macht dieses Detail einen wirklich runden Genuss aus dem Fast Food-Klassiker. Selten so einen eleganten Burger gegessen. Das Okonomiyaki ist eine nette, schnurpselig-sättigende Veggie-Angelegenheit. Erfrischend anders.

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Wir bleiben noch auf einen (übrigens wirklich empfehlenswerten) Kaffee und Karsten Weigelt setzt sich zu uns. Gemeinsam mit seinem Kollegen Christian Hagen hat er vor nicht einmal 14 Tagen den Fettboy eröffnet. Beide sind keine Unbekannten in der Neustadt, ihre Vita verrät, dass sie Ahnung haben von dem, was sie hier tun. Karsten erzählt uns, dass er die Pflaumenmarmelade selber kocht, dass noch viele Dinge im und um den Laden zu tun sind und was uns in diesem Jahr rund um den Fettboy noch erwartet. Während ich mich frage, wo er wohl seine Tattoos stechen lässt, erfahren wir, dass wir uns noch auf weitere, spannende Okonomiyaki-Varianten freuen können. Der Krautfladen ist in Asien auch als „japanische Pizza“ bekannt, weil er so vielfältig hergestellt und belegt werden kann.

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Die Karte ist flexibel verrät der Chef uns dann noch, aber die Burger und die Grilled Cheese Sandwiches sollen eine Konstante im Angebot bilden. Das wollen wir aber auch hoffen, das war nämlich wirklich gut! Mit warmgefutterteten Seelen treten wir wieder in die Januar-Kälte, die uns jetzt nicht mehr viel anhaben kann.

Fotos: Alexander Peitz

 

 

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