Kleiner Laden, große Anlage: Der Club Loco

Seit Februar dieses Jahres wird es in Dresden ab und an „loco“, denn ein neuer Club hat seine Pforten eröffnet. Wir wollten mehr drüber wissen und haben mit dem Macher gesprochen.

Blau-rotes Licht, eine kleine Bühne und viele, aufgekratzte Menschen! So stellt man sich das Treiben in einem Club vor, der sich „loco“ nennt, spanisch für „durchgeknallt“. Beim Auschecken der Location bemerkt man eine Sache als erstes: Die Adresse – Meschwitzer Straße 14 – kommt einem wahnsinnig bekannt vor. Denn wer schwitzig, durchtanzte Elektronächte liebt, geht im Club Paula, der die selbe Adresse trägt, oft ein und aus. Sind also Club Loco und Club Paula dieselbe Location? Ja! Aber keine Angst, der Paula geht es blendend. Sie bietet nur ab und an Raum für ihren neuen Bruder Loco – einen sogenannten Pop Up Club, der sich aber an einen komplett andere Szene wendet.

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Das erwartet euch im Loco Dresden

Indie-, Punk-, Rock-, Metal- und Hardcore-Bands stehen im Loco im Mittelpunkt des Eventjahres. Dazu kommen HipHop und Trap Acts und die Batty!-Party – eine durch Deko und exzessive Gästen gekennzeichnete Veranstaltungsreihe. Ab Herbst soll noch eine alternative Partyreihe starten, ansonsten überlässt man das Party-Business eher der Paula, meint Oliver Tschentscher als Vertreter des Pop Up Clubs. Booking, Planung und Durchführung der Konzerte und alternativen Events laufen über seinen Schreibtisch.

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Der Loco-Macher

Der Macher des neuen Angebots ist in der Dresdner Veranstalterszene kein Unbekannter.  Tschentscher – seit über 20 Jahren DJ – bezeichnet sich selbst als „Veranstalter mit Leib und Seele“ und zeichnete sich immer wieder inhaltlich verantwortlich für  viele Clubs und Bars (einige von euch kennen vielleicht noch den Thrillbeats Club und das geliebte Metronom), nicht zuletzt den Konk. Und für sein neues Projekt Loco nutzt er nun die vorhandenen und perfekt optimierten Strukturen des Paula-Teams um Steffen Gläser.

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Wieso lohnt sich der Besuch?
„Die Bands, die bereits jetzt und in Zukunft gebucht sind, sprechen für sich“,
meint Tschentscher. Neben der Hardcore Band Pro Pain, lässt er befreundete Agenturen auch kleine Club Shows buchen. Für am meisten Wirbel hat bis jetzt wohl das Konzert von Yung Hurn am kommenden Freitag gesorgt, das nach wenigen Stunden ausverkauft war. „Das Besondere ist der Charme der kleinen schweißtreibenden Location, in der man den großen Stars sehr Nahe kommt und ganz andere Momente erleben kann, als in großen Veranstaltungshallen“, schwärmt Tschentscher, „der Sound der neuen und unendlich krassen Studt Akustik PA zählt für mich als erfahrenen Veranstalter zu den best optimiertesten Musikanlagen der Stadt.“  Eine gleiche Anlage steht im Berghain in Berlin, sollte man sich also mal reinziehen.
Wer dabei sein und unter dem Kredo von Respekt und Toleranz mit Gleichgesinnten feiern möchte, muss übrigens nicht tief in die Tasche greifen. Es gibt Freeshows und Low Budget DIY Shows für 10 Euro. Wenn internationale Künstler zu Besuch sind, bekommt man das Ticket ab 20 Euro. Klingt fair, oder? Also schaut mal rein!
Alle Bands und Termine findet ihr hier!

 

 

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