Warum nicht gleich? – Der CSD Dresden 2017

Uns steht ein tolles, langes Frühsommerwochenende bevor. Und wenn ihr noch nicht wisst, was ihr machen sollt, dann besucht doch mal die Veranstaltungen des CSD e.V. – die sind nicht nur bunt und unterhaltsam, sondern auch bereichernd.

Man erkennt es schon daran, dass am Goldenen Reiter die Regenbogenflagge weht: Es ist CSD-Woche in Dresden. Auch Wolfgang Rothe, Intendant der Semperoper und Träger des Toleranzpreise 2015, hisst wie letztes Jahr die bunte Fahne auf dem Platz vor dem ehrwürdigen Haus, auf dem sonst oft fragwürdige Fahnen wehen. Dresden beflaggt farbenfroh die Stadt, wo immer es geht, und feiert den Christopher Street Day 2017. Das solltet ihr nicht verpassen.

Schon im 24. Jahr in Dresden

Schon 1994 fand der erste Christopher-Street-Day in Dresden statt. Und bis heute ist er auf eine üppige Programmwoche mit seinem Herzstück, dem Demonstrationsumzug mit über 10.000 Teilnehmer*innen am Samstag, angewachsen. Und wie bei den größten deutschen Umzügen in Berlin und Köln, ist der CSD auch in Dresden ein Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und asexuellen Menschen. Unter dem Motto „Warum nicht gleich?“ und der Schirmherrschaft von Staatsministerin Petra Köpping wird speziell am kommenden Wochenende die Diversität der Menschen betanzt. Und jede Menge zu erfahren gibt’s außerdem.

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Am Samstag warten die offiziellen Partys „sHe“ (mit Destiny Drescher, Fixie Fate und Karaoke-Floor mit DJ Gussfehler) im KONK Klub und „Gaylaktika“ mit Hochanstaendig und anderen namhaften DJs im Kraftwerk Mitte. Aber CSD ist nicht nur „schwul-lesbisches Remmidemmi“ (Zitat sHe), sondern auch Information, Emanzipation und letzten Endes Politik. Mit Vorträgen, Diskussionen, Filmen und sogar einer Stadtführung rund ums Thema startete die Woche (hier geht’s zum Programmheft). Auf dem Altmarkt beginnt heute nachmittag ab 16 Uhr ein dreitägiges queeres Straßenfest. Viele Gäste von nah und fern sorgen für ein abwechslungsreiches und auch bedeutungsvolles Programm. Mit dem Mix aus Interviews, Shows, Musik, Kunst und natürlich Statements diverser Politiker*innen und Vereinen will man auch die politischen Forderungen der Community ins Zentrum rücken. Da geht es natürlich um die Ehe für Alle, um Diskriminierung im Gesundheits- und Bildunsgwesen und letztendlich um die Forderung der Abschaffung von Benachteiligungen.

Infos, Rat und Party

Der CSD-Verein hat in diesem Jahr ein Zelt aufgestellt, in dem sich zahlreiche Initiativen der queeren Community präsentieren, ihre Prohjekt vorstellen, aber auch informationssuchenden Menschen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Und am Sonntag wird gebruncht. Beim Regenbogenbrunch darf jeder dem Buffet etwas leckeres beisteuern. Zwischendurch darf auch immer wieder getanzt werden, z.B. Pop, Ska und Balkanbeats von Les Bumms Boys. Durch das Bühnenprogramm führen der Kaberettist Holger Edmaier und die Popsängerin Ela Querfeld.

Besonders stolz ist der organisierende Verein Christopher Street Day Dresden e.V. übrigens darauf, ein nahezu barrierefreies Straßenfest zu veranstalten. Es gibt Gebärdendolmetscher, die das Programm unterstützen, höhenverstellbare Tische und eine extra Bühne für Rollstuhlfahrer, die eine selbstbestimmte Teilnahme möglichst vieler Menschen gewährleisten wird.

Am  Samstag ab 12 Uhr sammeln sich dann viele tausend Dresdner, um sich den bunten Wagen des Umzugs anzuschließen. Jeder für sich wird eine Augenweide sein und vor Bass wummern. Hier kann man vorzüglich durch den warmen Nachmittag tanzen, während man ein paar Kilometer zu Fuß zurück legt, viele schrille Persönchen trifft und auf jeden Fall eine Menge neuer Bekanntschaften schließt. Der CSD-Umzug ist gespickt mit kleinen, liebevollen Details, guter Laune und ganz viel sympathischer Menschlichkeit. Wichtig: Sonnencreme nicht vergessen!

Natürlich bleibt der CSD eine politische Veranstaltung. An diesem Tag wird für die Rechte von (sexuellen) Minderheiten und gegen Diskriminierung und Ausgrenzung demonstriert. Aber eben auch gefeiert. Den CSD zeichnet aus, dass er sich diesen schwierigen Themen nicht ausschließlich bierernst, sondern oft auch humorig widmet. Es kann so viel Spaß machen, Individualität und Einzigartigkeit anzuerkennen und wertzuschätzen. Und wenn das auch mit Glitzer und Konfetti geht, bin ich erst recht dabei.

 

 

 

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