Chillt euch endlich! – Rathen entspannt ruhelose Großstädter

Eingefleischte Großstädterinnen fahren nicht ins Elbsandsteingebirge! Oder doch? Manja hat sich überreden lassen und es nicht bereut.

Fakt: Der Dresdner liebt die Sächsische Schweiz. Familienwandern, Junggesellenabschiede oder Klettertouren – seit ich in Dresden wohne, verbringt die Hälfte meines Freundeskreises mindestens drei Wochenenden im Sommer im Elbsandsteingebirge. Ich habe mich immer geweigert. Zwölf Jahre meiner Wahldresdnerschaft habe ich damit verbracht, Wandertouren in der Sächsischen Schweiz abzulehnen. Zu langweilig, zu viel Fels, zu wenig Lärm. Das ist alles nichts für Entspannungsverweigerer und laute Urbanophile. Und dann hab ich mich doch einmal überreden lassen. Die Ruhe und das Flussufer haben mich versöhnt.

 

Mit der Gierseilfähre von Ober- nach Niederrathen

Mit der Gierseilfähre von Ober- nach Niederrathen

Mit einer DVB-Monatskarte kommt man für circa fünf Euro mit dem Zug nach Rathen und ist direkt mittendrin. Zu den niedlichen Restaurants und Pensionen im verkehrsberuhigten, rechtselbischen Niederrathen kommt man zwar nur mit der denkmalgeschützten Fähre. Aber das finde ich irgendwie abenteuerlich. Vom Elbufer aus kann man durch den lauschigen Kurort wandern. Und ja, hier sieht alles nach Urlaub aus. Die Häuser sind geschniegelt, die Gärten gepflegt, die Besucher betagt. Das bedeutet aber auch, dass man beim Aufstieg auf die Bastei viele Leute überholen kann. Das ist ja auch irgendwie gut für’s Selbstbewusstsein.

Der Weg auf die Bastei führt durch Märchenwald und Felsenstädte

Der Weg auf die Bastei führt durch Märchenwald und Felsenstädte

Also los geht’s, den Berg hoch. Ein bisschen Workout für Oberschenkel, Waden und Po. Vom Gipfel gibt es einen herrlichen Blick ins Tal und eine Imbissbude mit verführerischen Pommes rot/weiß. Das hat man sich ja auch verdient nach dem Klettersport. Das Tollste an Rathen sind sowieso die vielen Essgelegenheiten. Es gibt Eisdielen und Bratwurststände, viele Gaststätten mit deftigen Menüs und einen Forellenteich mit Frischfisch-Lokal. Zugegebenermaßen werden Veganer hier eher nicht glücklich, es sei denn – und jetzt kommt mein Lieblingsteil – sie knicken das Abendessen und setzen sich einfach auf die wunderbare Terrasse der Destillerie „Geist von Rathen“.

Obst- und Kräutergeiste der Destillerie "Geist von Rathen" gibt es in zehn verschiedenen Geschmacksrichtungen (im Hintergund Lilienstein)

Obst- und Kräutergeiste der Destillerie „Geist von Rathen“ gibt es in zehn verschiedenen Geschmacksrichtungen (im Hintergund Lilienstein)

Zwischen Elbe und Amselgrund, dem Tal des Grünbaches, kann man den guten Tropfen in zehn verschiedenen Sorten genießen. Der „Geistermacher“ Klaus-Peter Teutoburg-Weiss betreibt die Destillerie seit etwa zehn Jahren, führt Gäste in die Wissenschaft des Destillates ein und backt einen tollen Flammkuchen (sogar vegan erhältlich). Hier kann man sitzen, den Blick auf den Tafelberg Lilienstein genießen und sich den Bauch von Himbeergeist wärmen lassen.

In Rathen kann man sich entspannen und die Aussicht genießen

In Rathen kann man sich entspannen und die Aussicht genießen

Wer danach noch ein bisschen Action will, kann übrigens die Felsenbühne besuchen. Wenn das Stück dann zu Ende ist, hat Rathen aber schon längst die Bürgersteige hochgeklappt. Denn hier ist es vor allem eines: beschaulich. Der Kurort ist ein lohnenswertes Ziel für einen Tagessausflug für gestresste Großstädter. Aber länger vor Ort bleiben eher süße Omis und Opis oder diese verrückten Leute, die gerne in Booten schlafen. Mein Fazit lautet also: Packt ein paar Freunde ein, nehmt viel Bewegungswut und Hunger mit und entspannt euch ein paar Stunden in Rathen. Und keine Angst: Der Regionalzug fährt euch bis nach 23 Uhr direkt in das Herz der Dresdner Neustadt, falls euch die Ruhe zu viel wird.

Meine Empfehlung: Ein Tagesausflug zum Batterieaufladen

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