Ausflug ins Märchenreich – die drei Elbschlösser

Es war ein perfekter Sonntag: Dynamo hat mit sagenhaften 4:0 gegen Aalen gewonnen – und während die Männer im Stadion lauthals die Tore bejubelten (das kommt so nun auch nicht alle Tage vor), haben wir Mädels einen Spaziergang durchs Märchenland gemacht. Die drei Elbschlösser gehören für mich zu den allerschönsten Ausflugszielen in Dresdn. Sie sind mit Auto, Bahn und Rad schnell erreichbar, aber so herrlich romantisch, dass man dem Großstadttrubel prima entfliehen kann.

Elbschlösser Dresden, Albrechtsberg

Ruhe auf Schloss Albrechtsberg

Also sind wir zwei Damen mit Hund durch verwunschene Parkwinkel zwischen Schloss Albrechtsberg, Lingnerschloss und Schloss Eckberg geschlendert, haben die Aussicht auf das Elbtal genossen und uns die Herbstsonne ins Gesicht scheinen lassen. Los ging es auf Schloss Albrechtsberg. Das Schloss, das heute einen herrlichen Saal beherbergt, wurde 1850 auf Findlaters Weinberg im Auftrag von Prinz Albrecht von Preußen errichtet. Die Rosen im Garten blühen zu dieser Jahreszeit natürlich nicht mehr so schön wie im Sommer, dafür hat man im Schlosshof aber seine Ruhe: Nur selten kamen andere Menschen vorbei, während wir den Ausblick auf die Elbe genossen.

Elbschlösser Dresden

Park zwischen Saloppe und Schloss Albrechtsberg

Der Park, der sich von hier aus bis zur Saloppe zieht, ist einmalig schön. Am Seerosenteich haben wir Angler beobachtet und Enten gefüttert. Entrückt von der Zeit. Kaum zu glauben, dass nur wenige Meter weiter der Hauptstraßenverkehr über die Bautzner rollt – und im Stadion gerade das zweite Tor für Dynamo gefallen ist! Weiter ging’s dann aber durch den Wandelgang im Park zum Lingnerschloss, dem mittleren der drei herrlichen Prachtbauten am Elbhang. Karl August Lingner, der Erfinder des Odol-Mundwassers ist der Namensgeber des Schlosses. Er gilt als einer der großen Köpfe der Stadt, Begründer des Deutschen Hygiene-Museums und des Sächsischen Serumwerkes, zudem ist er als Mitbegründer der Markenartikelindustrie bekannt, was ihm ein fürstliches Leben ermöglichte. Nach seinem Tod vermachte er die „Villa Stockhausen“, also sein Schloss, der Stadt und ihren Bürgern.

Elbschlösser Dresden, Lingnerschloss

Lingnerterrassen am Lingnerschloss Dresden

Seit 2002 organisiert der Förderverein Lingnerschloss e.V. die Erhaltung und Sanierung des Schlosses. Auf den Lingnerterrassen davor herrscht schon deutlich mehr Trubel: Hier gibt es Limo, Bier, Wein, Bratwurst. Es ist so etwas wie ein Schloss für’s Volk. Was ich bislang nicht wusste: Man kann auch hoch, auf die Dachterrasse steigen und den Blick über die Stadt schweifen lassen. Das haben wir mit Hund natürlich nicht gemacht. Beim nächsten Mal! Vom Vermächtnis des „Odolkönigs“ Lingner aus ging es stattdessen diesen Sonntag nun direkt weiter auf Schloss Eckberg, ins Land von Rapunzel und Co.

Elbschlösser Dresden Eckberg

Schloss Eckberg Dresden

Auf Eckberg befindet sich heute ein fünf Sterne Hotel, dicke Limousinen parken vor dem Eingang. Das Schloss ist Privatbesitz. Spaziergänger sollten eigentlich auch Gäste sein, doch wer hier ein bisschen lustwandeln will, wird natürlich nicht gleich vertrieben. Oleander und Hibiskusbäume säumen die Terrasse, die an ihrem östlichen Zipfel den Blick auf das Blaue Wunder freigibt. Das Schloss entstand Ende des 19. Jahrhunderts im Auftrag des Großkaufmanns Johann Souchay. Die vielen Türme, Erker, Ecken, Winkel erwecken bei mir immer Erinnerungen an die Bilder in Märchenbüchern. Unwillkürlich steht man davor und wartet, dass Rapunzel doch endlich ihr langes Haar aus einem der Turmfenster herablässt …

Schloss Eckberg

Ausblick von Schloss Eckberg

Mein Fazit dieses Sonntags: Die Elbschlösser sind nicht nur ein wunderschönes Ausflugsziel zu jeder Jahreszeit. Sie sind auch ideal für Ausflüge mit Hund. Jenseits des innerstädtischen Touristentrubels kann man hier Dresdner Herrlichkeiten bewundern – und hat Freude für Tier und Herrchen.

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