Köstliches aus Elbflorenz: Diese Leckereien sind Typisch Dresdn

Die Temperaturen fallen, die Tage werden kürzer, es ist Zeit für dicke Pullis, die das ein oder andere Röllchen verdecken! Grund genug, sich endlich wieder mit Leckereien zu beschäftigen und die Kalorien lustvoll die Kleidung enger nähen zu lassen. Und schmackhafte Originale hat Dresden genug. Wir nehmen euch mit auf eine Reise durch die Welt der typischen Dresdner Leckereien…

Dresdner Eierschecke

Wenn die Sachsen und die Thüringer sich noch streiten, wer die Eierschecke erfunden hat, ist für uns schon klar: Der Blechkuchen mit Schichten aus Quark und Ei-Pudding-Creme gehört zur Landeshauptstadt wie Bommeln auf Latschen. Ob mit Äpfeln, Rosinen oder Mohn – von allen Bäckereiaufstellern, auf allen Kuchenauslagenschildchen und allen Schiefertafeln der Dresdner Cafés schreit es uns entgegen, dass es HIER Dresdner Eierscheck gibt. Und das ist gut so. Sonst würden den Dresdnerinnen und Dresdnern eine gefährliche „Unterscheckung“ drohen und das ist nicht witzig!

Würzfleisch-Bratwurst

Würzibob – Würzfleischstation im Haus der Presse und vie Food Truck – hat sich dem göttlichen Gericht Würzfleisch verschrieben. So weit, so gut, aber sie können mehr! Gemeinsam mit der Fleischerei Creutz haben sie eine Steigerung des Göttlichen hinbekommen: Die Würzibratwurst. Ja, da ist Würzi in der Bratwurst. Eine außergewöhnlich leckere, deftige Bratwurst, die am besten mit einem Worcestersoßen(Dresdner Art)-Senf-Dip genossen wird.

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Dresdner Christstollen

Unser Stollen ist der beste, weil er der mit der meisten Butter und den meisten Rosinen ist. Und auf diese Qualität könnt ihr euch verlassen. Der Dresdner Christstollen ist nämlich eine geschütze geographische Angabe und darf nur im Großraum Dresden hergestellt werden, und zwar ohne künstliche Konservierungsstoffe und Aromen. Wer noch nie reingebissen und den dicken Puderzucker auf Oberlippe, Nase und eigentlich im ganzen Gesicht hatte, hat nicht gelebt.

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Wein von Winzer Müller

Der sächsische Wein ist legendär und weltweit bekannt. Und hier in Dresden keltern Lutz Müller und sein Sohn ihre herrlichen Reben vom Weinberg unterhalb des Kavaliershauses von Schloss Albrechtsberg. Heraus kommen ein frischer Müller Thurgau, eine beerige Scheurebe, ein nussiger Weißburgunder und andere lohnenswerte Tropfen, die am besten vor Ort genossen werden – und zwar schnell, bevor sie ausgetrunken sind.

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Vollmilchschokolade

Zarter Schmelz, belebende Süße, milder Kakao. Vollmilchschokolade ist mein schokoladiger Favorit aus der Kindheit. Und ein Dresdner ist für seine Erfindung verantwortlich! Aus Kakao wurde im 19. Jahrhundert erstmals Milchschokolade. Eine Erfindung des Dresdner Kaufmanns August Friedrich Timaeus. 1823 gründete Timaeus gemeinsam mit Gottfried Jordan die „Chocolade- und Chicorienfabrik“ zwischen der heutigen Timaeus- und Jordanstraße, östlich der Königsbrücker Straße. Da stellten sie unter anderem auch Nudeln her – seltsam. Dass die Vollmilchschoki ein Dresdner Orignal ist, ist übrigens erst seit 2011 bekannt (danke, TU Dresden).  Vorher galten die Schweizer als Erfinder, allerdings schlug die „Dresdner Schokoladenfabrik Jordan & Timaeus“ die geografischen Nachbarn um 30 Jahre mit ihrer Schokolade aus Eselsmilch – auch seltsam!

Dr. Quendts „Dresdner Russisch Brot“

Russisch Brot – noch so eine Kindheitserinnerung. Wie glückselig man war, wenn man alle Buchstaben aus dem schaumigen Kakao-Eiweiß-Teig zusammen hatte, um den eigenen Namen zu legen (und zu essen)! Toll! Das „Dresdner Russisch Brot“ stammt natürlich aus der eigens zur Produktion erfundenen Maschine des Hauses Dr. Quendt. Der Besuch eines Dr. Quendt-Shops lohnt sich übrigens immer, weil die Leckereien so zahlreich sind. Dr. Quendt stellt zum Beispiel auch hervorragende Dominosteine her. Ich höre die Waage schon ächzen…

Kaffee von der Dresdner Kaffee- und Kakaorösterei

Die Kaffeesachsen sind ja jedem ein Begriff. Klar, dass Dresden da auch eine ordentliche Kaffeerösterei braucht. Und die hat es natürlich. Die Dresdner Kaffee- und Kakaorösterei röstet nachhaltig angebauten und fair gehandelten Kaffee noch traditionell im Trommelrostofen. Das Rösten von Kaffee in einem Trommelröstofen ist die älteste noch gängigste Methode – besonders schonend. Kaufen kann man den Kaffee in der Rösterei und im Webshop. Oder man setzt sich in eines der hübschen Cafés des Unternehmens.

Schwingenheuer Bier

Die Neustädter Hausbrauerei braut nur obergärige Biere und war die erste Biobrauerei in Sachsen! In 14 Gastronomien der Landeshauptstadt bekommt man Gebrautes aus der Brauerei Schwingenheuer. Das bekannteste Bier, das Elbhang Rot, ist ein kupferfarbenes, malziges, mild-süffiges Bier, das richtig Spaß macht und auch zu lauter Musik passt. Für zu Hause kann man es kaufen im Brauereiladen in der Schönbrunnstraße oder in allen Bio-Märkten der VG. Oder man geht einfach ins Bautzner Tor. Das lohnt sich sowieso immer. 🙂

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