Verlaufen im Barockviertel: 3 Tipps zum Entdecken

Es ist wunderbar, sich im Barockviertel zu verlaufen, in unbekannte Gässchen zu wandeln und zufällig in Hinterhöfen zu landen, die man noch nicht kannte. Um das Gebiet Haupt- und Königsstraße gibt es so viel zu entdecken zwischen Galerien, barocken Brunnen und einem Hauch von Rokoko. Und gastronomisch? Klar, der Michelin-Stern winkt aus dem Bülow Palais, aber auch darüber hinaus kann sich dieser Teil der Neustadt sehen lassen. Hier drei Tipps…_DSC4354-01

Pastamanufaktur: Einfach und genial

Es gibt wenig Speisen die so simpel und einnehmend sind wie frische Pasta. Tagliatelle, ein Stück Butter ran, Salz, vielleicht ein Salbeiblatt und Parmesan… fertig ist das absolute Feel-Good-Food! Seit über zehn Jahren produziert die Pastamanufaktur in Dresden frische Nudeln – hauptsächlich in Hellerau und glücklichweise auch in einem kleinen Ableger in einer Seitenstraße an der Dreikkönigskirche. Ein unscheinbares Schild flüstert Passanten und Passantinnen die Existenz des Gaststättchen entgegen. Gaststättchen? Vielleicht nicht der richtige Begriff, denn es wird nicht wirklich bedient. Essen bestellt man am Tresen, also dort, wo es frisch zubereitet wird. Wählen kann man aus wechselnden Tagesgerichten: Verschiedene Pasta, gefüllt oder mit Pesto, vegan oder deftig überbacken, dazu gibt’s eine handvoll einfache Weine. Dann isst man an großen Gemeinschaftstischen, sitzt auf Holzbänken, bedient sich aus den bereitstehenden Kräutertöpfchen, Olivenöl, Pfeffer aus der Mühle. Ein bisschen Kantinen-Schick hat das Ganze („schick“ ist hier dabei wortwörtlich zu nehmen), bleibt aber dabei grundsympathisch. So simpel eben, wie frische Pasta auch. Empfehlung: Spaghetti mit Chili, Knoblauch, Olivenöl, Parmesan, dazu ein Grauburgunder = Instant-Glück!

 

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HerzBar: Klein und unwerfend

Das Spazieren durch die Gässchen des Barockviertels ähnelt einer Schatzsuche, ohne dass man um den Schatz weiß. Man findet auf jeden Fall Goldstücke, egal wo man landet. Auch die HerzBar muss man ein wenig suchen, aber umso schöner ist es, wenn man dan dort ist. Unscheinbar von Außen und klein von innen ist diese American Bar, aber dafür gefüllt mit den edelsten Spirituosen und geführt von absoluter Profi-Hand! Denn Betreiber Stephan Herz hat von den Beesten gelernt und ist nach 18 Jahren im berühmten Schumanns in München nach Dresden zu kommen, um uns hochklassig anzuschwipsen. Seine Karte besteht aus handwerklich kunstvollen Ensembles, dazu ist der Laden warm, dunkel und umarmend. Schinkenbrot gibt’s auch und was zu knabbern steht immer mit anbei. Ein guter Ort, ein Schatz eben!

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Winzerstube „Zum Rebstock“: Vielfältig und sympathisch

In einem weiteren der zahllosen Hinterhöfe des Barockviertels kann man sich um das Weinlokal „Zum Rebstock“ herum setzen und verträumt wahlweise den Kirchturm oder Thomaes Gartenhaus anschauen. Denn das barocke Gärtchen mit Pavillion aus dem 18. Jahrhundert und den schönen gedrungenen Quittenbäumen schließt quasi direkt an den rebstock’schen Sommergarten an. Auch drinnen ist das Restaurant gemütlich, aber so lange die Spätsommersonne noch Kraft hat, sitzt man am besten bis es dunkel ist vor den noch Wärme abgebenden, von Wein bewachsenen Mauern. Ja, man kann hier auch essen. Vom Würzi bis zum Moritzburger Karpfen ist alles drin und dran an der Karte. Aber mit einer umfangreichen Weinkarte von über 40 Weinen, die von Sachsen bis Hinterposemuckel International alle möglichen Weingebiete abdeckt, kann man den Fisch hier ordentlich schwimmen lassen. Das Service-Personal ist auch für einen Schwenk zu haben. Nett und heimelig ist es hier.

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