10 Gründe, warum 2016 in Dresden toll wird

Das neue Jahr steht vor der Tür. Wir freuen uns drauf und das solltet ihr auch. Hier sind ein paar Gründe dafür, warum 2016 in Dresden richtig gut werden kann…

SemperOpernball: Ob top oder flop ist doch egal

Man kann ihn  lieben oder hassen, er findet doch jedes Jahr von neuem statt: Der SemperOpernball. 2016 fällt das seltsam pompöse Wannabe-Großereignis auf den 29. Januar und verschmitzt schauen wir auf die Gäste der letzten Jahre – etwa Waldimir Putin, Daniela Katzenberger oder Jürgen Drews samt muttermilchspritzender Gattin – und freuen uns wie Bolle auf die, die Ende Januar wieder in den VIP-Logen im Hauptsaal Platz nehmen werden. Die erste Katze haben die Macher schon aus dem Sack gelassen: Nach 10 Jahren eiserner Moderationsherrschaft gibt Gunther Emmerlich den Löffel ab, sorry, das Mikro weiter. Neuer Host wird – ich raste aus – der hinreißende Guido Maria Kretschmer! Und die Kleider der Debütantinnen tragen erstmals drei unterschiedliche Farbtöne (Dresden ist bunt), welche da wären: Peaches, Wassermelone und Gerberapink! Das kann man sich nicht ausdenken, Leute, DAS muss man erleben. Für’s einfache Volk gibt es vor der Oper am gemütlichen Januar-Abend stets eine B-Show, zu der man mit einem Rucksack voller Glühwein-gefüllter Thermoskannen erscheinen kann. Geht es besser?

Semperoper

Deichkind in der Messe Dresden: Niveau ist ja immer so’ne Sache

Am 9. Februar steht die Messe Dresden Kopf, denn Deichkind gastieren im Rahmen  ihrer Niveau-Weshalb-Warum-Tour in der Elbestadt. Deichkind – das ist Hamburger Electro-Hip-Hop-Punk oder so etwas Ähnliches. Auf jeden Fall ist dieses Etwas ganz vorne mit dabei. Die Auftritte dieser unsäglichen, unerhörten und noch nie da gewesenen Band sind – ob man es glaubt oder nicht – egozentrischer als jeder Rammstein-Live-Tinnef und selbstironischer als die Selbstawahrnehmung von Mario Barths Freundin. In jedem Fall aber gut. Die Texte wabbern zwischen Tiefsinn und Unsinn, die Bühnen-Choreo ist dramaturgisch perfekt unsynchron, Song für Song übertreffen sich Philipp, Porky und Ferris unter der Regie von DJ Phono alias La Perla in ihrer Darbietung, Bühnenpräsenz und skurrilen Anmut. Warum ich das hier schreibe, wo das doch schon lange bekannt ist? Weil beim letzten Dresden-Konzert von Deichkind, dem Abschlusskonzert ihrer Leider-geil-Tour 2012, die Messe halb leer blieb. Unverständlich und unverantwortlich. Dresden, lass dir dieses Konzert nicht entgehen! (Tickets)

Neuverhandlung der Neustadtprohibition: Weiterhin bierlos durch die Nacht?

Das Kreuz der Neustädter ist es: Das Alkoholabgabeverbot an Wochenenden im Szeneviertel. An Freitag- und Samstagabenden siecht eine Trauergemeinde zwischen Bautznerstraße und Alaunpark, zwischen Prießnitz und Königbrücker bierlos dahin. Denn ab 22 Uhr ist der Straßenverkauf von Alkohol im Viertel streng verboten. Und nicht nur die Feiergemeinde ist genervt, auch die Händler (aka Späti-Götter) leiden. Seit April 2007 – also seit ewig – gilt das Verbot, dass man martialisch „Neustadtprohibition“ getauft hat. Grund dafür waren anhaltende Randale, Vandalismus und rüpelhaftes Benehmen von Alkoholisierten auf Neustädter Straßen und Gassen (als hätte sich das bis jetzt gelegt). Langsam aber regt sich Widerstand. Stadtrat-SPD und Grüne wollen den Spuk sofort beenden, die Linke nur mit Bürgerbeteiligung. Im März wissen wir vermutlich mehr. Also ruhig bleiben und, ähm, Tee trinken.

TangoFest Dresden: Olé!

Das TangoFest Dresden dreht im April ordentlich auf: Tanzshows, Workshops und Wettkämpfe wird es geben. Internationale Tango-Größen geben sich hier die Klinke in die Hand: Alejandra Hobert und Adrian Veredice aus Buenos Aires und Alejandra Heredia und Mariano Otero aus Madrid bestreiten für aufregende Shows. Neun DJs sorgen für standesgemäßes Tête-à-Tête.  Mit dem Solo Tango Orchester aus Moskau und dem Orquesta Collectif Roulotte aus Südfrankreich sind gleich zwei international bekannte Orchester zu Gast in Dresden.Und Besucher haben Gelegenheit in die Welten des sinnlichen Tanzes einzutauchen.

Parksaison: Die grünste Stadt Europas und so

Stichworte: Seele baumeln lassen. Wenn’s Mai wird, dann allerspätestens ist es an euch, die grünste Stadt Europas zu ehren, wie es sich gehört. Also raus an die frische Luft, in die Biergärten und an die Brunnen der Stadt. Egal, ob ihr lieber durch den Großen Garten lustwandelt, in Pillnitz in die Sonne blinzelt oder im Alaunpark lümmelt. Grün hat Dresden jede Menge und das gilt es zu nutzen.

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Bunte Republik 2016: Und sie kommt doch!

Die Emotionalität, mit der die Schlammschlacht um die Zukunft der BRN bestritten wird, kennt man gemeinhin eher aus PEGIDA-Diskussionen in sozialen Medien. „Zu Mainstream“ sei das Stadtteilfest geworden, „zu kommerziell“ und überhaupt sei ja alles früher besser gewesen. Von der Perfidität der grenzenlosen Heroisierung dieses obskuren „Frühers“ und der teils fantastischen Überhöhung des Stadtteilfestes, wie es denn war/sein soll, will ich gar nicht erst reden. Denn dass die Organisatoren der BRN die Jungen von heute (und nicht von damals) sind, dass sich auch ein Stadtteil und seine Bewohner ändern und dass der Kommerz der anliegenden Kneiper und Clubs seit vielen vielen Jahren genauso zur Neustadt gehören wie alternative Lebensentwürfe, vergessen die Lamentierenden dabei oft. Daneben wird über eine geplante „feindlichen Übernahme“ der BRN durch die Stadt und von klagenden Großgastronomen spekuliert, dass es eine Wonne ist. Aber hey, die Diskussion spornt Veranstalter an, bringt endlich mal wieder Schwung in die Kiste und entertaint unglaublich – zumindest mich als Lästerschwester. Solange der BRN kein Einzelveranstalter vorsteht, kann da nicht viel schief gehen. Und wer in den letzten Jahren die „alternativen Spots“ vermisst hat, hat sowieso nicht genau hingeschaut. Was uns allerdings fehlt, ist ein vernünftiges Sicherheitskonzept, vor allem damit sich der sehr fragwürdige Drohneneinsatz über der BRN 2015 – übrigens durchgeführt von der Stadtfest-Agentur – auch gelohnt hat. In dieser Schlacht fließt also 2016 noch eine Menge Schlamm die Elbe runter. Ich bin gespannt, wie ein Flitzebogen.

Bunte Republik Neustadt / BRN 2012 Dresden from matti svensson on Vimeo.

K.I.Z. bei den Filmnächte am Elbufer: Hurra, die Welt geht unter!

Am 30. Juni starten die Filmnächte am Elbufer wieder ihren Kino- und Konzertmarathon. Schön war’s letztes Jahr und schön wird’s auch 2016. Denn neben Weltstars wie Simply Red, Halbgöttern wie Roland (DER) Kaiser und abtretenden Deutsch-Gothics (?) wie Unheilig, nimmt vor allem eine Kombo die Bühne auseinander: K.I.Z. besuchen Dresden auf ihrer „Hurra-die-Welt-geht-unter“-Tour! Schon mal sexistische Feministen gesehen? Nein? Dann schaut euch Tarek, Maxim und Nico an. Am 16.7. beschallen provokante Texte voll schwarzem Humor, Ironie und Zynismus die Elbwiesen. Dazu gibt es 13.000 Tanzwütige vor der Bühne. Das wird ein Fest!

Der Olaf-Schubert-Film: Wir lieben dich auch, Olaf!

Ja! Das hat den Dresdnern noch gefehlt: Ein Olaf-Schubert-Film. Schubert, der eigentlich Michael Haubold heißt, hat sich mit dem Autor Stephan Ludwig zusammen gesetzt und ein Drehbuch geschrieben. Heraus kommt: Schubert in Love – Vater werden ist (nicht) schwer, ein Leinwandepos über Olafs unglaubliches Privatleben. Die Dreharbeiten unter Lars Büchel sind bereits abgeschlossen. In die Kinos kommt der Film im Sommer. Wir freuen uns auf den neusten Streich vom Dresdner Original und „Wunder im Pollunder“.

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Der Palais Sommer: Mit der Muse knutschen

Wenige Open Air-Veranstaltungen bringen Malerei und Musik in so traumhaften Ambiente zusammen wie der Palais Sommer. Über 20.000 Besucher ließen sich 2015  in lauen Sommernächten am Japanischen Palais von der Muse küssen. Wenn alles gut geht, klappt das von Juni bis August 2016 noch einmal genauso gut. Denn wie schon im Vorjahr wird das internationale Kunstfestival wieder durch Spenden finanziert. Also schaut mal in euren Sparstrumpf! Vielleicht habt ihr einen kleinen Obolus übrig. Für die Kunst!

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Herbstalarm: Die bunteste Stadt Europas

Wer viel Grün hat, dem beschert der Herbst eine Menge Bunt! Bevor im Oktober die Blätter von den Bäumen fallen, erstrahlt ganz Dresdn in prächtigen Farben und zaubert ein Lächeln auf alle Gesichter. Also rein in die Laubhaufen, in die bunte Heide und an der Elbe entlang. <3

Herbst

Weihnachtshauptstadt Dresden: Glocken, Glühwein, Gerüchte

Na? Schon gespannt, wie die Strietzelmarkttassen 2016 aussehen? Und müssen die Alten zerschlagen werden? Das gäbe aber ein heftiges Gerede. Auch in diesem Jahr verwandelt sich die Innenstadt in einen rießigen Weihnachtsmarkt. Und der Besuch jenes Marktes macht nicht nur richtig Spaß, sondern auch das ganze Drumherum ist herrlich unterhaltsam: Riesenstollen, Glühweinpreiskartell und torkelnde Touristen – die Weihnachtsmärkte bieten viel Gesprächsstoff und Platz für Spekulationen. Ist der Punsch gepanscht? Ist die Bratwurst wirklich „echte“ Thüringer? Und haben Gabi und Klaus aus der Buchhaltung beim alljährigen Glühweintrinken des Kollegiums auf dem Strietzelmarkt heimlich geknutscht? Niemand weiß es, aber alle werden drüber reden. Vorweihnachtszeit in Dresden eben…

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von Manja Branß

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